Der kleine Bienenbeutenkäfer (10.10.2015)

Aethina tumida, der kleine Bienenbeutenkäfer - Bild: myrmecos.net

Am 22.September 2015 vom Veterinäramt der Region Calabria in Folge des amtlichen Schreibens des römischen Ministeriums für Veterinärwesen vom 18.09.2015 [572 KB] (amtliche Bestätigung des erneuten Befalls von Imkereien in Calabrien mit Aethina tumida vom 16.09.2015) wiederholt amtlich festgestellt, dass es sich bei der neu gefundenen Brutstätte von Aethina tumida – kleiner Beutenkäfer – um ein verifiziertes Wiederauftreten des Käfers in Imkereien der Region Calabria/Taurianova handelt.

In einem dem Schreiben anhängenden Dokument des römischen Ministeriums (s.o. vom 18.09.2015) wird in Absatz 3 der empfohlenen Gegenmaßnahmen eine Abtötung der Bienenbestände wiederholt befallener Imkereien konstatiert, bis weitere epidemiologische Daten zur Verfügung stehen.

Die Karte des Beobachtungsbereiches umfasst einen Kreis von 100 km (Durchmesser) gesamt um die Fundorte herum. Für Calabrien [1.358 KB] (2015) und Sizilien [840 KB] (2014) sind um die Fundorte jeweils 20 km Sperrbezirk eingerichtet (Karten stehen mit allen hier benannten Dokumenten im Downloadbereich Bienengesundheit ein).

Die letztgültige (09. Oktober 2015) Tabelle der Fundorte [115 KB] beinhaltet einen Fundort mit Larven und erwachsenen (adulten) Käfern und 8 Fundorte mit ausschließlich adulten Käfern. Alle Fundorte waren in Calabrien im Umkreis von Taurianova (Larven, frühester Fund 16.09.2015).

Diese Fundorte scheinen weit weg vom Saarland. Man könnte also sagen: „Mal langsam mit de jungen Pferde“. Aber der Käfer hat unter günstigen Umständen einen Verbreitungsradius von 30 km im Jahr. Importe jeglichen Bienenmaterials aus den betroffenen Ländern verbieten sich logischer Weise und sind amtlich verboten! Hin- und Rück-Reisen mit Bienen in die betroffenen Gebiete verbieten sich ebenfalls logischer Weise und sind amtlich verboten! Hin- und Rück-Reisen mit Bienen in die Umgebung der betroffenen Gebiete sind nicht ratsam!!!

In der Hoffnung, dass die Alpen hoch genug sind,
Dr. Susanne Meuser
LSI Bienengesundheit

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